Kaution - Studentenwohnungen Tipps

Ihre Studentenwohnung
in Regensburg
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kaution

Mieten
Die Kaution dient dazu den Vermieter gegen Zahlungsausälle oder Schäden, die Sie ggf. beim Auszug zurücklassen, abzusichern.

Höhe:
Die maxmial zulässige Höhe der Kaution beträgt 3 Nettokaltmieten. Dies entspricht der Miete ohne Betriebskosten.

Zahlung:
Die Zahlung der Kaution ist in der Regel mit dem Einzug fällig. Allerdings haben Sie auch das Recht mit dem Vermieter zu vereinbaren die Kaution in 3 Monatsraten zu zahlen.
Die Kaution kann auf verschiedenste Art und weise geleistet werden.
1. Zahlung an den Vermieter  (!!! Der Vermieter ist verpflichtet die Kaution getrennt von seinem Vermögen zu verwalten (separates Konto bzw. Kautionstreuhandkonto). Dies schützt Sie insb. bei einer Insolvenz des Vermieters.)
2. Anlage auf einem Sparbuch, welches dann dem Vermieter auszuhändigen ist.
3. Bürgschaft z.B. einer Bank oder Versicherung, ggf. akzeptiert der Vermieter auch eine Bürgschaft der Eltern. I.d.R. werden eher die Punkte 1 und 2 genutzt.

Rückzahlung:
Mieter wollen möglichst schnell ihr ganzes Geld zurück, Vermieter wollen nicht auf Schäden oder ggf. noch entstehenden Kosten sitzenbleiben. Daher geht es hier i.d.R. um:
- Einbehalte auf Grund von Schäden und ggf. Rückständen
- Zeitpunkt der Rückzahlung
- Nicht vollständige Auszahlung (Einhalte wegen noch fehlender Abrechnungen)

Sonderfall Bürgschaft: Achten Sie darauf, dass der Vermieter Ihnen die Bürgschaftserklärung wieder aushändigt bzw. sofern dies nicht möglich ist, Ihnen schriftlich zusichert (keine Mail oder Whatsapp), dass der für die Bürgschaft zugrunde liegende Vertrag beendet ist und seinerseits keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

Einbehalte auf Grund von Schäden und ggf. Rückständen
Der Vermieter darf Zahlungsrückstände und Kosten für die Schadensbeseitigung aus der Kaution einbehalten.
Schäden - Hier gilt: Normale Abnutzung und Gebrauchspuren hat der Vermieter zu dulden und sind mit der Miete abgegolten.
Tipp: Nehmen Sie zur Wohnungsabnahme daher auch unbedigt das Abnahmeprotokoll von der Wohnungsübernahme mit, so können Sie nachweisen, welche Mängel bereits beim Einzug vorhanden waren und müssen nicht für diese aufkommen.

Zeitpunkt der Rückzahlung
Starre Fristen für die Rückzahlung der Mietkaution nach dem Mietende gibt es nicht. Die Rechtsprechung hält hier aber 3 - 6 Monate durchaus für angemessen, dass der Vermieter sich ein Bild von eventuellen Schäden oder Ansprüchen für Verschlechterungen der Mietsache machen kann. Danach sollte aber zumindest der unbestittene Teil ausgezahlt werden. Ihm verbleibt dann allerdings noch der Einbehalt wegen noch fehlender Abrechnungen, siehe folgenden Punkt.
Tipp: Sollten Sie unmittelbar nach dem Einzug noch Mängel feststellen, die Sie bei der Wohnungsübernahme nicht gesehen haben, so melden Sie dies unverzüglich Ihrem Vermieter. Zum einem ist so dokumentiert, dass der Mangel beim Einzug bestand und ggf. hat Ihr Vermieter die Kaution an den Vormieter noch nicht zurück gezahlt und kann daher ggf. noch Einbehalte gegen den Vormieter geltend machen. (Schäden die beim Umzug entstanden sind z.B. Dellen in Türen und Boden sollten Sie nicht versuchen auf diese Weise auf den Vormieter abzuwälzen. Die meisten Vermieter schauen beim Auszug i.d.R. genauer auf den Zustand der Böden.)

Nicht vollständige Auszahlung (Einhalte wegen noch fehlender Abrechnungen)
Hier hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der Vermieter eine Zwischenabrechnung der Betriebskosten durchführen muss. Nein!!! Dies muss er nicht!!!
Es gelten hier die selben Regel für die Betriebskostenabrechnung. D.h. für das laufende Jahr bis zum 31.12. des Folgejahres. Ist bis dahin keine Abrechnung erfolgt, entfällt diese Möglichkeit des Einbehalts.
Tipp: Ein Einbehalt der gesamten Kaution wegen noch fehlender Abrechnungen ist i.d.R. nicht möglich. Der Einbehalt muss angemessen hinsichtlich der zu erwartenden Abrechnungen sein. Die sind i.d.R. 1 - 2 Nebenkostenvorauszahlungen. Ein Anhalt bietet hier auch die Abrechnung des Vorjahres.
Mit meinen Mietern handhabe ich dies oftmals so, dass wenn der Auszug im ersten Halbjahr erfolgt, wir pauschal auf Basis des Vorjahres abrechnen. Hierfür müssen allerdings beide Seiten mit dem Vorgehen einverstanden sein. Dies halten wir in einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung fest. Sie müssen eine solche Vereinbarung auch nicht annehmen / treffen, sondern können natürlich auch auf die endgültige Abrechnung im Folgejahr warten.





Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü