Kautionkündigung - Studentenwohnungen Tipps

Ihre Studentenwohnung
in Regensburg
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kautionkündigung

Kündigen
Zu Beginn es Mietverhältnisses haben Sie dem Vermieter i.d.R. 3 Monatsmieten (ohne Betriebskosten) als Kaution übergeben oder ihm auch eine Bürgschaft ausgehändigt.
Mit dem Ausgzug haben Sie einen Anspruch darauf diese wieder ausgehändigt zu bekommen (i.d.R. inkl. Zinsen - derzeit allerdings eher Centbeträge). Und hier treffen wieder verschiedene Interessen aufeinander:

Mieter wollen möglichst schnell ihr ganzes Geld zurück, Vermieter wollen nicht auf Schäden oder ggf. noch entstehenden Kosten sitzenbleiben. Daher geht es hier i.d.R. um:
- Einbehalte auf Grund von Schäden und ggf. Rückständen
- Zeitpunkt der Rückzahlung
- Nicht vollständige Auszahlung (Einhalte wegen noch fehlender Abrechnungen)

Sonderfall Bürgschaft: Achten Sie darauf, dass der Vermieter Ihnen die Bürgschaftserklärung wieder aushändigt bzw. sofern dies nicht möglich ist, Ihnen schriftlich zusichert (keine Mail oder Whatsapp), dass der für die Bürgschaft zugrunde liegende Vertrag beendet ist und seinerseits keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

Einbehalte auf Grund von Schäden und ggf. Rückständen
Der Vermieter darf Kosten für Schäden oder auch Zahlungsrückstände aus der Kaution einbehalten. Die sollte Sie aber nicht dazu verleiten die letzte Monatsmiete(n) nicht mehr zu bazahlen. Dies könnte u.a. auch zu einer negativen Schufaauskunft und damit zu weiteren Problemen führen.  
Schäden - Hier gilt: Normale Abnutzung und Gebrauchspuren hat der Vermieter zu dulden und sind mit der Miete abgegolten.
Tipp: Nehmen Sie zur Wohnungsabnahme daher auch unbedigt das Abnahmeprotokoll von der Wohnungsübernahme mit, so können Sie nachweisen, welche Mängel bereits beim Einzug vorhanden waren und müssen nicht für diese aufkommen.

Zeitpunkt der Rückzahlung
Starre Fristen für die Rückzahlung der Mietkaution nach dem Mietende gibt es nicht. Die Rechtsprechung hält hier aber 3 - 6 Monate durchaus für angemessen, dass der Vermieter sich ein Bild von eventuellen Schäden oder Ansprüchen für Verschlechterungen der Mietsache machen kann. Danach sollte aber zumindest der unbestittene Teil ausgezahlt werden. Ihm verbleibt dann allerdings noch der Einbehalt wegen noch fehlender Abrechnungen.

Nicht vollständige Auszahlung (Einhalte wegen noch fehlender Abrechnungen)
Hier hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der Vermieter eine Zwischenabrechnung der Betriebskosten durchführen muss. Nein!!! Dies muss er nicht!!!
Es gelten hier die selben Regel für die Betriebskostenabrechnung. D.h. für das laufende Jahr muss die Abrechnung bis zum 31.12. des Folgejahres erfolgen. Ist bis dahin keine Abrechnung erfolgt, entfällt diese Möglichkeit des Einbehalts.
Tipp: Ein Einbehalt der gesamten Kaution wegen noch fehlender Abrechnungen ist i.d.R. nicht möglich. Der Einbehalt muss angemessen hinsichtlich der zu erwartenden Abrechnungen sein. Die sind i.d.R. 1 - 2 Nebenkostenvorauszahlungen. Ein Anhalt bietet hier auch die Abrechnung des Vorjahres.
Mit meinen Mietern handhabe ich dies oftmals so, dass wenn der Auszug im ersten Halbjahr erfolgt, wir pauschal auf Basis des Vorjahres abrechnen. Hierfür müssen allerdings beide Seiten mit dem Vorgehen einverstanden sein. Dies halten wir in einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung fest. Sie müssen eine solche Vereinbarung nicht annehmen / treffen, sondern können natürlich auch auf die endgültige Abrechnung im Folgejahr warten. Sie verzichten damit i.d.R. allerdings auch darauf das meiste Ihrer Kaution bereits im laufenden Jahr zurück zu erhalten.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü